Das nötige Glück fehlte an der Elite-SM

Am Samstag zeigten die Waibel-Geschwister an den Schweizermeisterschaften der Elite gute Leistungen. Um nach ganz vorne zu kommen fehlte jedoch das Glück.

Als Top-Favoritin und Titelverteidigerin angetreten, wurde Seraina Waibel von Nathalie Walter herausgefordert, welche mit 167 Punkten und einer fehlerfreien Kür vorlegte. 167 Punkte zu toppen schien für die Pfungemerin schwierig, doch in der laufenden Saison hatte sie die zum Sieg geforderte Punktzahl schon mehrfach überboten. Eine kleine Unachtsamkeit beim allerersten Element von Serainas Kür kostete die Schweizermeisterin der Jahre 2014 und 2015 gleich mehrere Punkte. Auch wenn der Auftritt in der Folge sehr stark war, war der Abzug zu gross, sodass es nichts wurde mit dem dritten Titel in Serie. Die ausgefahrenen 163 Punkte reichten aber immerhin zum zweiten Rang und zur souveränen Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Stuttgart, wo Seraina zusammen mit Nathalie Walter die Schweiz im 1er Damen vertreten wird.

Nicht als Top-Favorit, aber dennoch als Medaillenanwärter starteten Severin und Benjamin Waibel in die Entscheidung im Radball. Leider gab es bereits im ersten Spiel einen herben Dämpfer für die Pfungemer. Gegen die bereits eingespielten Routiniers aus Oftringen fanden Sevi und Beni nicht zu ihrem gewohnten Spiel. Zudem unterliefen ihnen in der Defensive einige Fehler, sodass Oftringen die Partie mit 4:3 für sich entschied. Das Programm sollte im Verlauf des Turniers nicht einfacher werden, warteten doch noch Winterthur, Altdorf und Mosnang als weitere Gegner. Vor allem gegen das Duo aus Winterthur, gegen welches die Pfungemer in ihrer Laufbahn noch nie gewinnen konnten, vermochte Pfungen aber zu überzeugen. Schnell lagen die Gebrüder Waibel mit 2:0 in Front und machten sich daran, diese Reserve mit einer disziplinierten Defensiv-Leistung über die Zeit zu retten. Trotz immensem Druck von Winterthur, welche in ihrer letzten Saison noch immer intakte Chancen auf die WM-Qualifikation hatten, liess Pfungen nicht nach. Auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer liessen Severin und Benjamin das 3:1 folgen und entschieden dadurch die Partie für sich. Pfungen war somit zurück im Kampf um die Medaillen und zeigte auch im darauffolgenden Spiel gegen Altdorf eine mutige Leistung. Zweimal lag Pfungen in Front, ehe Altdorf mit vier Treffern nach stehenden Bällen die Partie weden konnte. Auch der Anschlusstreffer zum 5:6 kurz vor dem Ende nützte den Pfungemern letztlich wenig. So war nach drei Spielen der dritte Rang ausser Reichweite und das letzte Spiel gegen Mosnang war nur noch für die Toggenburger von Bedeutung. Nach einer starken ersten Halbzeit mit einer verdienten 2:0-Führung war die Luft bei Severin und Benjamin Waibel draussen, sodass Mosnang die Partie doch noch wenden konnte.

Rangliste Kunstrad 1er Damen:

1. Nathalie Walter, 166,78 Punkte
2. Seraina Waibel, 163,78 Punkte
3. Melanie Mörth, 160,69 Punkte
4. Sina Bäggli, 121.76 Punkte
5. Kathrin Habegger, 87.19 Punkte

Rangliste Radball NLA:

1. Altdorf 1, 12 Punkte
2. Mosnang, 10 Punkte
3. Winterthur, 8 Punkte
4. Pfungen, 3 Punkte
5. Oftringen, 3 Punkte